Mein Weg
Wie bei jeder großen Karriere – vom Rockstar bis zum Hobbykoch – fängt auch der angehende Künstler ganz klassisch an: mit Kopieren. Und genau das habe ich getan. Mein erstes Opfer: Wilhelm Busch. In seinem Buch „…und die Moral von der Geschicht“ entdeckte ich Bleistiftzeichnungen, die mir gefielen – also habe ich sie einfach nachgezeichnet.
Doch wie das so ist, wenn man einmal Blut (bzw. Graphit) geleckt hat, man wird mutiger. Plötzlich standen Picasso, Kandinsky, Sorolla, Walt Disney und Emil Nolde auf meiner Liste. Eine illustre Runde - und ich mittendrin, mit gespitztem Bleistift und wachsendem Selbstbewusstsein. Manchmal habe ich die Farben geänderter die Formen ein bisschen verbogen - quasi kreative Aneignung im besten Sinne.
Mit der Zeit kamen eigene Ideen. Eigene Linien. Irgendwann der Mut zur ersten Zeichnung ohne Vorlage – ein stiller Triumph. Kein großer Durchbruch, sondern ein vorsichtiger Anfang. Heute bewege ich mich irgendwo zwischen Skizzenbuch und Staffelei, zwischen Zweifel und Begeisterung. Ein Künstler? Vielleicht. Ein Versuch? Ganz sicher.












